Schulhund

Warum ist ein Schulhund eine gute Idee?

Schulhunde helfen bei der Sozialen Interaktion, z.B. beim Abbau von Hemmungen und zur Erhöhung der Kommunikationsbereitschaft. Sie helfen den Austausch zwischen Menschen zu fördern und somit auch beim Aufbau von guten Beziehungen, welche eine wichtige Grundvoraussetzung für das erfolgreiche Unterrichten sind. Stress und Angst können nachgewiesenermaßen reduziert werden und Ruhe und Entspannung werden somit gefördert. Schulhunde können dabei helfen, Empathie gegenüber anderen Lebewesen zu entwickeln und führen zu mehr Freude beim Lernen.

Nika zaubert fast jedem ein Lächeln ins Gesicht, sodass sowohl Schüler*innen als auch Lehrkräfte nach einem kurzen Besuch bei Nika gute Laune haben und unbeschwerter in den Unterricht gehen können.

Wer ist der Schulhund an der Aurelia Wald Gesamtschule?

Nika lebt seit Oktober 2019 bei Frau Kerger. Sie ist eine griechische Bracke und ein Tierschutzhund aus Griechenland. Sie ist am 25.01.2019 geboren und ungefähr 50 cm groß. Ihr Fell ist braun, schwarz und weiß. Am Anfang war sie noch sehr schüchtern, doch nun ist sie ein neugieriger und offener Hund. Nika zeichnet sich durch ihre vorsichtige und dennoch liebevolle Art gegenüber Schüler*innen und Erwachsenen aus. Sie spielt gerne, lässt sich gerne streicheln und liebt Leckerlis. Ein paar Tricks hat sie auch drauf, die sie mit Frau Kerger gerne zeigt.

Im Dezember 2020 hat sie mit Frau Kerger die Ausbildung zum Schulhund abgeschlossen.

Nika kommt mit Frau Kerger 1-3x die Woche zur Schule und verbringt den Tag hauptsächlich in Frau Kergers Büro. Dort hat sie eine Box, Spielzeug und einen Wassernapf. An der Bürotür kann jeder an einem Wochenplan lesen, wann Nika in der Woche da ist. Ein großes Schild weist darauf hin, dass Nika heute da ist. So können auch Kinder, die keinen Kontakt zu Nika wünschen, Frau Kerger min. 2x in der Woche ohne Nika aufsuchen. Nika kann im Büro auch alleine bleiben, sodass Frau Kerger auch mit diesen Schüler*innen einen anderen Raum zum Sprechen aufsuchen können, sollte Nika an dem Tag in der Schule sein, an dem ein Gespräch dringend notwendig ist. Denn: Der Kontakt zu Nika ist immer freiwillig. Durch eine Einverständniserklärung können Eltern und Erziehungsberechtigte ankreuzen, ob sie einen Kontakt von ihrem Kind zu Nika wünschen und ggf. über Ängste oder Allergien aufmerksam machen.

Im Umgang mit Nika gibt es ein paar Regeln, die jede*r einhalten muss, damit sich Nika wohlfühlt und ihren Job sehr gerne macht. Diese werden den Schüler*innen vor einem Kontakt genannt, sodass einem tollen Kontakt nichts im Wege steht.

Nika ist nur im Team mit Frau Kerger in der Schule unterwegs. In den AGs, die Frau Kerger begleitet, ist Nika ein gerngesehener Gast. Neben der Unterstützung von ihr in den Beratungen von Frau Kerger, kann Nika mit einzelnen Schüler*innen intensiv Zeit verbringen, um dem Schulalltag ein bisschen zu entkommen und wieder lernfähig zu werden. Auch die Anwesenheit von Nika in einzelnen Stammgruppen und evtl. eine Hunde-AG sind geplant.

Kleine Einblicke in Nikas „Arbeitsalltag“

Ende November 2020 hat die Stammgruppe 6.1 einen gemeinsamen Spaziergang in den Wald gemacht und Nika und Frau Kerger wurden eingeladen, mitzukommen. Die SuS haben den gemeinsamen Spaziergang sehr genossen und waren total entspannt. Die Kinder durften abwechselnd Nikas Leine halten und haben sich gefreut, wenn sie etwas “Quatsch” gemacht hat. Am Wald angekommen, haben alle SuS freudig an zwei Team-Spielen teilgenommen. Insgesamt war es eine tolle Erfahrung für die ganze Stammgruppe.

Nika beim Spaziergang

Aufgrund dessen, dass Anfang des Jahres 2021 eigentlich geplant war, dass Nika auch mit im Unterricht in ausgewählten Stammgruppen dabei ist, dieses aber durch das Szenario C nicht möglich ist, haben Frau Kerger und Nika ein paar Videos und Fotos gemacht, die den Schüler*innen durch die Tutor*innen zur Verfügung gestellt werden konnten. Z.B. hat Nika an einem Glücksrad Bewegungen ausgedreht, die die Schüler*innen nachmachen konnten oder sie hat Tricks ausgewürfelt, die sie gezeigt hat.

Nika war Mitte Februar 2021 mit Frau Kerger in der Schule und sie haben in der Notgruppe während der Pause mit den Schüler*innen ein Suchspiel gespielt. Die Schüler*innen haben abwechselnd oder gemeinsam Nikas Futterdummy im Raum versteckt, während Nika mit Frau Kerger vor der Tür gewartet hat. Sie wurden hereingeholt und Nika fing an zu suchen. Die Schüler*innen haben mitgefiebert, ob sie den Dummy findet und waren jedes Mal erstaunt, wenn sie ihn recht schnell gefunden hat. Es war sowohl für Nika als auch für die Schüler*innen eine nette Abwechslung.

Ende Februar hat Nika u.a. zwei Sprachfördergruppen besucht und die Kinder der ersten Gruppe haben Nika vorgelesen, nachdem sie sie in der Pause kurz kennengelernt haben. Die andere Gruppe war sehr interessiert an Nika und teilweise haben sich einige das erste Mal überhaupt getraut, einen Hund anzufassen. Die zurückhaltenden Schüler*innen konnten Nika z.B. erst einmal ein Leckerli auf einem Löffel geben. Es war sehr schön zu sehen, wie sehr sie an ihr interessiert waren und viele Fragen gestellt haben. Auch ein paar Tricks haben Frau Kerger und Nika gezeigt. Wie auf den Bildern erkennbar, fühlt sich Nika sichtlich wohl in ihrer Rolle.

Vor den Osterferien besuchte Frau Kerger mehrmals mit Nika die Fördergruppe. Sie hatten unter anderem in einem Stuhlkreis Zeit, Fragen zu Nika zu stellen und sie kennenzulernen. Ihr wurde vorgelesen, sie zeigte ein paar Tricks oder der Futterdummy wurde von der Gruppe im Raum versteckt. Auch ein kleines Wettrennen fand statt, bei dem das erste Mal ein Schüler schneller als Nika war. Am letzten Tag vor den Ferien gingen sie gemeinsam mit Nika spazieren und wechselten sich im Halten der Leine ab. Die Schüler*innen sind sehr liebevoll mit Nika umgegangen und waren sehr interessiert an ihr. Von Besuch zu Besuch freute sich Nika mehr auf die Gruppe. Nach den Osterferien begleitete Frau Kerger mit Nika die Gruppe in der Pause nach draußen. Auf einem Feld neben der Schule fand ein kleines Wettrennen einiger Schüler*innen gegen Nika statt. Nika war diesmal jedoch auf der etwas längeren Strecke schneller als die Schüler*innen. Es macht sehr viel Spaß zu sehen, wie ausgeglichen die Schüler*innen im Umgang mit Nika sind und wie viel Spaß Nika und die Kinder haben.